Page 5 - 40 Jahre Jugendhaus Kempten
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Welche Standorte für das künftige
             Jugendhaus waren vorgesehen?

             Mü-To:
             Die untere Hofmühle in der Poststraße
             wurde zunächst ins Gespräch gebracht,
             allerdings stellte sich der nötige Umbau
             als zu kostenintensiv heraus, auch
             war die Größe des Gebäudes nicht            Zustimmung für das geplante Heim zu
             zweckmäßig. Der Einbau eines größeren       wecken sowie die Industrie und Betriebe
             Veranstaltungsbereichs wäre nicht           zu Spenden zu veranlassen. Damals
             möglich gewesen.Das zweite Objekt war       wurden Gesamtkosten von 150.000 DM
             dann der Ostteil des Marstalls, eben        genannt, von denen ein Drittel durch den
             das heutige Jugendhaus. Der ehemalige       Förderungsverein zusammengetragen
             Reitstall in der Landwehrstraße wurde       werden sollte.
             damals als Lagerhalle genutzt. Da waren
             keine Stockwerkebenen, nur ein großer       Die Eigenleistung der Jugendlichen
             Innenraum mit Fenstern, vom Lehmboden       bezog sich demnach vor allem auf den
             unten bis zum Dachstuhl. Das                Innenausbau?
             Kellergewölbe diente bis dahin viele Jahre
             als Obst- und Bananenlager. Im mittleren    Mü-To:
             Teil des Marstalls waren städtische         Ja die Jugendlichen halfen tatkräftig
             Notunterkünfte eingerichtet.                mit, manchmal war die Dimension des
                                                         Ausbaus auch eine Überforderung für die
             Die guten Verbindungen des Fördervereins    Jugendlichen. Da wurde sehr viel Zeit und
             zur Wirtschaft, zu Allgäuer Brauhaus und    Engagement eingebracht. Auf Wunsch der
             Sparkasse, wirkten sich sicher auch auf     Jugendlichen haben wir dann bequeme
             das Finanzierungskonzept aus?               Sitzmöbel gebaut: Das waren große
                                                         Sitzwürfel, die wir zunächst aus großen
             Mü-To:                                      Schaumgummiblöcken mit Drähten
             Neben einem kommunalen                      unter Spannung herausgeschnitten und
             Finanzierungsanteil, Zuschüssen             anschließend mit Stoff überzogen haben.
             vom Bayerischen Jugendring und von          Mit Adolf Fröhlich zusammen haben wir
             Eigenleistungen der Jugendlichen war        eine Kreissäge umgebaut, damit wir auch
             es ein Ziel des Förderungsvereins,          sehr große Platten sägen und bearbeiten
             möglichst viele Mitglieder zu werben,       konnten.
             durch Öffentlichkeitsarbeit Interesse und


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